Was passiert wenn man die Grundnahrungsmittel aller Menschen verändert?
Was haben traditionelle chinesische Medizin, Ayurveda, Unani, alle nicht genannten und die moderne Medizin gemeinsam?
Den Menschen.
Jede Medizin für sich stellt ein in sich geschlossenes Betrachtungssystem dar um die menschliche Integrität präventiv zu erhalten oder wieder herzustellen. Darin besteht Einigkeit. Die in den Erklärungsmodellen verwendeten Argumentation und Begriffe sind so unterschiedlich wie die Kulturen die sie hervorgebracht haben aber das Ziel ist immer das Selbe: Der Mensch soll sich wieder wohler fühlen oder gar nicht erst krank werden.
Diskussionen über die “richtige” Medizin sind so sinnvoll wie Diskussionen darüber welches die bessere Sprache ist. Sie sind unterschiedlich, ergänzen sich und beschreiben alle das Selbe.
Um das am Beispiel des Keimlings aufzuzeigen. #
Aus Sicht der im Daoismus verwurzelten Traditionellen Chinesischen Medizin ist der Keimling die Aktivierung von Jing, der physischen und ordnenden Essenz. Ohne Jing, kein Leben. Zu wenig Jing bedeutet Krankheit, in letzter Konsequenz Tod.
Aus Sicht der in den Veden verwurzelten Ayurveda verkörpert der Keimling das Erwachen von Prana, der fundamentalen Lebensenergie. Ohne Prana, kein Leben. Zu wenig Prana bedeutet Krankheit, in letzter Konsequenz Tod.
Aus Sicht der im alten Griechenland verwurzelten Unani-Medizin (Pneuma), im Arabischen als Ruh und im Hebräischen als Rûaḥ bekannt, ist der Keimling der einsetzende Lebenshauch. Ohne diesen Hauch, kein Leben. Zu wenig davon bedeutet Krankheit, in letzter Konsequenz Tod.
Aus Sicht der im Beginn des 20. Jahrhunderts wurzelnden modernen Medizin und Biochemie besteht der Keimling aus einer Fülle essentieller Substanzen (wie Enzymen, Proteinen und Mikronährstoffen), die die Bausteine des Körpers bilden und seine Funktionen steuern.
Ohne diese Substanzen kein Leben. Zu wenig davon bedeutet Krankheit, in letzter Konsequenz Tod.
Alle diese Sichtweisen beschreiben ein noch ruhendes Potential.
In allen Disziplinen ist Tod eine natürliche Gegebenheit, die Frage ist wie man bis dahin lebt.
Das Korn, die Hülsenfrucht, die Nuss, die Saat, zusammengefasst der der Samen ist eine Festung des Lebens die aber noch nicht für den Körper zugänglich ist.
Das Jing ist versiegelt, das Prana schläft, die Ruh ist verborgen und die modernen Nährstoffe sind durch Enzymhemmer (wie Phytinsäure) blockiert.
Der Same ist im ruhenden Zustand für das menschliche Agni in Ayurveda, die Milz in der TCM, die Hararat-e-Gharizi in Unani oder den Stoffwechsel in der modernen Medizin, schwer zugänglich.
Erst durch die Aktivierung, den Kontakt mit Wasser, Wärme und Sauerstoff, öffnet sich die Festung und gibt die aktive Lebenskraft frei.
Es vollzieht sich eine Alchemie, die das Wesen und Wirkung des Samens grundlegend verändert.
Aus Sicht der TCM wird durch die Aktivierung des Korns das versiegelte Jing in fließendes Qi gewandelt. Diese vitale Energie ist es, die die Meridiane belebt und schließlich den Geist (Shen) nährt.
Aus Sicht der Ayurveda wird durch die Aktivierung des Korns die in der Materie gebundene Trägheit (Tamas) überwunden und das versiegelte Potenzial in fließendes Prana gewandelt. Diese vitale Energie entfacht das Verdauungsfeuer (Agni), nährt die Gewebe (Dhatus) und stärkt schließlich das Ojas – die feinste Essenz der Immunität und der geistigen Glückseligkeit.
Aus Sicht von Unani wird durch die Aktivierung des Korns die kalte und trockene Starre des Samens transformiert und der zuvor verborgene Lebenshauch (Ruh) befreit. Diese erwachende Kraft nährt die angeborene Lebenswärme (Hararat-e-Gharizi), die das Fundament für alle Stoffwechselprozesse und die Heilkraft des Körpers bildet. Das ehemals schwere Korn wird so zu einer Quelle der Vitalität (Quwat), die das Herz und die Lebensgeister stärkt und die geistige Klarheit fördert.
Aus Sicht der moderne Medizin werden Enzymhemmer wie Phytinsäure abgebaut, wodurch Mineralstoffe wie Zink, Eisen und Magnesium frei werden. Dieser biochemische Aufbruch sorgt dafür, dass die im ruhenden Samen gespeicherte Stärke bereits in einfachere Kohlenhydrate und Proteine in Aminosäuren vorverdaut wird. Für den menschlichen Organismus bedeutet dies eine maximale Nährstoffdichte bei minimaler Belastung des Verdauungstraktes was dazu führt, dass er sich wohl fühlt.
Alle diese Sichtweisen beschreiben ein und denselben universellen Vorgang - Die Befreiung des Lebens aus der Form.
Der Inhaltsstoff-Irrtum: Warum das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile #
So faszinierend die moderne analytische Wissenschaft auch ist, wenn es darum geht Leben, Ernährung oder Gesundheit über Inhaltsstoffe zu verstehen, fährt sie an die Wand. Aus Sicht der traditionellen Medizinen haben wir dafür wiederum keine Ahnung woraus das Essentielle auf stofflicher Ebene eigentlich besteht.
Eine kleine mathematische Spielerei, um die scheinbar begangene Häresie naturwissenschaftlich zu belegen.
Wir haben alleine im Getreidekeimling 40 bekannte Substanzen.
Allein diese 40 Stoffe ergeben 40! (40 Fakultät) ≈ 8 x 1047 mögliche Wechselwirkungen. Da liegen sie aber noch vor uns am Teller. Würden wir 47 bekannte Inhaltsstoffe des Speichels dazu nehmen hätten wir die Fakultät von 40 + 47 + (sehr vereinfacht) 1 x Magensaft = die Fakultät von 88! = 18 x 10135 mögliche Wechselwirkungen. Zu diesem Zeitpunkt liegen diese Möglichkeiten aber erst im Magen! Es wurden nicht berücksichtigt wie gut gekaut wurde, es wurden weder Temperaturschwankungen, Gallensaft, Insulin und die Interaktion mit den ~ 3000 Arten des Microbiome berücksichtigt, das kommt alles erst.
Um das einzuordnen: Das gesamte beobachtbare Universum hat schätzungsweise etwa 1080 Atome.
Dein Körper jongliert also im Augenblick der Nahrungsaufnahme mit einer Komplexität, die weit über das gesamte materielle Universum hinausgeht.
Da aber bereis 8 x 1047 Möglichkeiten bereits jede menschliche Analytik sprengen, genug der Spielerei.
Wer lebt, ohne sich zu wundern, hat Leben nicht begriffen.
Ist die moderne Wissenschaft dann eine Verwirrung der Menschheit? Nein! Ganz im Gegenteil, sie ist eine hoch interessante Sicht.
Ein Werkzeug das bestimmtes sehr präzise sichtbar machen kann. Nimmt man aber die isolierten Substanzen des Keimlings aus denen er nach naturwissenschaftlicher Sicht besteht, Aminosäuren, Vitamine und dergleichen und versucht sie zum Keimen zu bringen, erhält man, selbst wenn die Proportionen peinlichst genau eingehalten werden, im besten Fall ranzigen Schimmel. Hier liegt der fundamentale Irrtum der moderner Ernährungslehren: Man kann lebendige Organismen in seine jeweiligen Bestandteile zerlegen aber man kann Leben nicht mit isolierten Stoffen gleichsetzen.
Was schon möglich ist sind quantitative Aussagen.
Als Beispiel: Der “moderne Mensch” verzehrt im globalen Schnitt täglich etwa ein Viertel Kilo Getreideprodukte.
In diesem knappen Viertel Kilo Getreide wären, wenn z.B. Goldkeim Mehl, sieben Gramm dieser, aus naturwissenschaftlichen Sicht, essentiellen Substanzen enthalten. Sieben Gramm.
Sieben Gramm pro Tag.
Das entspricht in etwa 15 - 20 Multivitaminpräparaten pro Tag bei denen aber die hochwertigen Fettsäuren des Keimlings, die essenziellen Aminosäuren in ihrer natürlichen Struktur, die sekundären Pflanzenstoffe, das “Lebendige” und aber vor allem die Enzyme nach wie vor fehlen. Dadurch fehlt der Tablette die Fähigkeit zur Synergie. Im Gegenteil zu Nahrungsergänzungsmitteln ist Goldkeim Mehl kein passiver Haufen Substanzen sondern ein aktives biologisches System.
Wer zu entkeimten oder hitzestabilisierten Getreide greift, lässt diese sieben Gramm pro Tag liegen.
Sie sind aber essentiell!
Hochgerechnet fehlen deinem Körper dann ~2,5 kg Essentielles pro Jahr.
Auf ein Menschenleben gerechnet ist das der Unterschied zwischen einem System, das aus der Fülle schöpft, und einem, das in chronischen Degeneration erstarrt. Wenn diese Mangel an Lebensbausteinen über Generationen hinweg fehlt – oder durch industrielle Hitzebehandlung zwar vorhanden, aber blockiert ist – verändert das einen Organismus grundlegend.
Auch wenn es weh tut: Es ist die schlüssige Erklärung für das, was wir heute „Zivilisationskrankheiten“ nennen.
Es ist ein systemischer Mangel der sich hinter vollen Schüsseln versteckt.
Tierversuche #
Tierversuche werden immer wieder verwendet um mögliche Wirkungen auf den Menschen zu simulieren und vorherzusehen.
Experimente über die Wirkung veränderter Grundnahrungsmittel begannen allerdings erst 60! Jahre danach.
Experimente über die Folgen von veränderter Nahrung #
Dr. Robert McCarrison, ca. 1921–1927, Indien.
Die Pionierstudie: Der Ursprung der Zivilisationskrankheiten
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Arbeitshypothese: Die Gesundheit der Völker hängt nicht von Genetik oder Klima ab, sondern primär von der Qualität ihrer Grundnahrungsmittel. McCarrison wollte beweisen, dass die “modernen” Krankheiten der Briten durch den Verlust der Lebenskraft im verarbeiteten Getreide entstehen.
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Versuchsaufbau:
Tausende Ratten wurden über Jahre beobachtet.
Gruppe A
Ernährung wie die gesunden Bergvölker (Hunza): Frisch gemahlenes Vollkorn (mit aktivem Keimling), Rohkost, etwas Milch.
Gruppe B
Ernährung wie die britische Unterschicht: Weißmehlprodukte, Zucker, verkochte Konserven, raffinierte Fette. -
Ergebnis:
Gruppe A: Blieb über Generationen gesund, vital und absolut friedfertig.
Gruppe B: Entwickelte fast alle menschlichen Zivilisationskrankheiten (Geschwüre, Herzleiden, Arthritis).
Besonders frappierend war der psychische Zerfall: Die Ratten wurden hochgradig aggressiv und mussten isoliert werden, um sich nicht gegenseitig zu töten.
Prof. Werner Kollath, ab ca. 1935–1950, Deutschland
Die Ordnung der Nahrung: Mangel trotz Überfluss. (inspiriert durch die Experimente von Pottenger und McCarrison)
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Arbeitshypothese:
Nahrung ist mehr als die Summe ihrer Kalorien. Es gibt einen Unterschied zwischen “satt machen” und “lebendig erhalten”.
Er untersuchte den Wert der “Auxone”, der lebendigen Wirkstoffe im Keimling. -
Versuchsaufbau:
Rattenversuche mit hochgradig verarbeiteter, erhitzter und isolierter Nahrung (raffinierte Kohlenhydrate/Weißmehl) im Vergleich zu naturbelassener Nahrung.
Gruppe A:
Frisch geschrotetes, enzymatisch aktives Getreide.
Gruppe B:
Denaturierte Kost (extrahiertes Weißmehl, thermisch behandelt). -
Ergebnis:
Kollath prägte den Begriff der ““Mesotrophie””, ein Zustand, in dem die Tiere zwar nicht verhungerten (Kalorien waren genug da), aber vorzeitig alterten und ihre Fortpflanzungsfähigkeit verloren. Das Jing war in der zweiten Generation so erschöpft, dass die Linie ausstarb. Sein Fazit: “Lasst unsere Nahrung so natürlich wie möglich.”
Zusammengefasste Studien der Royal Society of Medicine, 1940er bis 1950er Jahre, Großbritannien
Der soziale Kollaps: Der Verlust des Shen
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Arbeitshypothese:
Untersuchung der spezifischen Auswirkung des Ausmahlungsgrades von Getreide auf das Nervensystem und das Sozialverhalten. -
Versuchsaufbau:
Langzeitfütterung von Rattenpopulationen mit Mehl unterschiedlicher Qualität:
Gruppe A:
70% Ausmahlung: Klassisches, helles Weißmehl ohne Keimling und Randschichten.
Gruppe B:
100% Ausmahlung: Das ganze Korn, inklusive des “erwachten” Potenzials. -
Ergebnis:
Die Ratten der Weißmehl-Gruppe zeigten einen dramatischen Verlust der sozialen Kohärenz. Es kam zu nervösen Störungen, die in Kannibalismus und totalem Sozialverfall mündeten. Aus Sicht der TCM wurde hier das Fundament (Jing) so weit untergraben, dass das Shen (der Geist) keinen Halt mehr fand und in “Wahnsinn” umschlug.
Das Experiment über die Folgen von Leben in Ballungsräumen #
Während die bisherigen Studien den inneren Mangel (die Qualität) untersuchten, zeigt John B. Calhoun mit seinem berühmten Experiment Univers 25, dass selbst ein äußerer Überfluss (die Quantität) den Untergang nicht aufhalten kann, wenn der individuelle Freiraum verloren geht. In zeitgemäßer Sprache wäre damit das bio-elektromagnetische Feld des Individuums, Aura in der vedischen Tradition, das Wei-Qi in der TCM gemeint.
John B. Calhoun, 1968–1972, National Institute of Mental Health (NIMH), Maryland, USA.
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Arbeitshypothese:
Was passiert mit einer Population, wenn alle physischen Bedürfnisse (Nahrung, Wasser, Sicherheit) im Überfluss befriedigt sind, aber der soziale Raum begrenzt ist? Er wollte die Auswirkungen der Überpopulation („Dichtestress“) erforschen. -
Versuchsaufbau:
Ein High-Tech-Gehege für Mäuse (später oft auf Ratten übertragen interpretiert), das Platz für 3.840 Tiere bot. Unbegrenzter Zugang zu hochwertigem Futter (stofflich perfekt) und Wasser. Keine Fressfeinde, perfekte Hygiene, konstantes Klima. Das Experiment wurde mit vier Paaren gesunder Mäuse begonnen. -
Ergebnis: Die präzise Chronologie von Universe 25
- Neunter Juli 1968: Das Experiment startet mit 8 Mäusen (4 Paare).
- Tag 560 (ca. Januar 1970): Die Population erreicht ihr Maximum von 2.200 Tieren. Ab diesem Zeitpunkt bricht das soziale Gefüge zusammen (“Behavioral Sink”). Die Geburtenrate stürzt ab.
- Tag 600 (ca. März 1970): Die letzte überlebende Geburt wird registriert. Ab hier gibt es keinen Nachwuchs mehr.
- 1972: Calhoun publiziert seine berühmte Arbeit “Death Squared: The Explosive Growth and Demise of a Mouse Population”. Zu diesem Zeitpunkt ist die Population bereits im Sterben begriffen, aber noch nicht “null”.
- Dreiundzwanzigter Mai 1973: An diesem Tag stirbt tatsächlich die letzte männliche Maus von Universe 25.
Damit war die Population biologisch erloschen.
Obwohl die Mäuse physisch alles hatten, was die moderne Medizin und Biologie als “notwendig” erachtet, kollabierte die Gesellschaft vollständig. Der Zeitraum zwischen März 1970 (letzte Geburt) und Mai 1973 (letzter Tod) ist das, was Calhoun den “ersten Tod” nannte: Der Tod des Geistes (Shen). Die Tiere lebten zwar noch drei Jahre lang physisch weiter, sie hatten genug zu essen und zu trinken, aber sie hatten aufgehört, “Mäuse” zu sein. Sie spielten nicht mehr, sie kämpften nicht mehr, sie pflanzten sich nicht mehr fort. Ab einer gewissen Dichte gaben die Tiere ihr normales Sozialverhalten auf. Eine Gruppe von Männchen, die “Schönen”, zog sich völlig zurück, fraß, schlief und putzte sich nur noch, nahm aber nicht mehr am sozialen Leben oder an der Paarung teil. Ihr Shen war erloschen, obwohl ihr Körper durch das Futter fett und glänzend war. Das Aussterben: Die Geburtenrate sank auf Null. Trotz Überfluss an Nahrung starb die Population 1973 komplett aus.
Das Problem mit der Überbevölkerung #
Zunächst einmal: Es ist keines!
Wenn alle Menschen der Erde in Europa leben würden wären das ca. 8,2 Milliarden Menschen auf einer Fläche von ca. 10,18 Millionen km². Nachdem es in Europa Gebirge, Gewässer und recht unbewohnbare Wälder im hohen Norden gibt müssten wir 20% der Fläche abziehen. Das Ergebnis wären ~992 m² pro Person, jeder hätte ca. 32 x 31 Metern Freiraum. Für das bio-elektromagnetische Feld des Individuums wäre der Freiraum ausreichend um, zumindest bio-elektromagnetisch, zur Ruhe zu kommen - die Vorstellung ist dennoch ein Alptraum.
Es müssen aber nicht alle Menschen in Europa leben. Experten (wie die FAO) schätzen, dass etwa 50 % der Landfläche für dauerhafte Besiedlung und Landwirtschaft gut geeignet sind, nach Abzug von extremen Wüsten, Hochgebirgen und den Eisschilden der Antarktis/Grönland.
Das ergibt eine gut! bewohnbare Fläche von ca. 74.450.000 km². Wenn wir diese Fläche auf 8,2 Milliarden Menschen aufteilen ergibt das ca. 9.079 m² pro Person.
Für eine regionale Selbstversorgung, ohne Getreide!, reichen an die 500m² pro Person.
Die moderne Magnetobiologie bestätigt heute, was die vedische Tradition seit Jahrtausenden lehrt: Der Mensch ist kein isoliertes stoffliches Wesen, sondern das Zentrum eines pulsierenden energetischen Austauschs. Es beantwortet in gewisser Weise die Frage ob der Mensch eine Seele hat. Es ist umgekehrt, die Seele hat einen Menschen.
Das menschliche Herz ist dabei nicht wie geglaubt nur eine mechanische Pumpe, sondern der stärkste elektromagnetische Sender unseres Körpers, dessen Feld das des Gehirns um das Vielfaches an Intensität übertrifft. In der vedischen Lehre ist genau hier der Sitz des Herzchakras (Anahata Chakra), die zentralen Schnittstelle, über die unsere Aura – unser bio-elektromagnetisches Feld – mit der Umwelt kommuniziert. Forschungen des HeartMath Institutes belegen, dass das Herz ein dreidimensionales, toroidales Feld ausstrahlt, das nicht nur in der Fläche, sondern als volumetrische Sphäre den gesamten Körper umschließt. Mit einem Radius von zwei Metern beansprucht jeder Mensch somit einen energetischen Eigenraum von ca. 33 Kubikmetern.
Dieses Feld weist Informationen über unseren emotionalen und physischen Zustand auf, trägt es nach außen und nimmt auch das unserer Umgebung auf.
Daraus ergibt sich eine zwingende biologische Notwendigkeit: Um die eigene biologische Integrität und langfristige Gesundheit zu bewahren, benötigt das Individuum einen energetischen Schutzraum von eben dieser Größe. Wird dieser Raum dauerhaft durch die “Schichtung” in Großstädten verletzt, kommt es zur permanenten Interferenz und energetischen Verschmutzung. Ein zeitlich definierter Rückzug in einen solchen Ruheraum – insbesondere während der Regenerationsphase des Schlafes – ist daher keine Esoterik, sondern essenzielle Präventionsmedizin. Nur in dieser ungestörten Kohärenz kann das System die durch hochwertige Nahrung aufgebauten Reserven nutzen, um das Feld zu klären und die vitale Ordnung wiederherzustellen.
Bis 150 Personen kennt jeder jeden. Fehlverhalten oder energetische Parasitierung fallen sofort auf. Es braucht keine externe Polizei; das soziale Gefüge reguliert sich durch Reputation und gegenseitige Abhängigkeit (Reziprozität). Da jedem theoretisch ein ganzer Hektar zusteht, ist der Rückzug in die absolute Stille (der r=2m Schutzraum plus massivem Puffer) jederzeit möglich. Aggressionen, die in der Stadt durch “Dichtestress” (Calhouns Behavioral Sink) entstehen, finden hier keinen Nährboden. Bis zu 150 Personen kann das menschliche Gehirn soziale Hierarchien und Konflikte ohne bürokratischen Apparat lösen. Es ist die maximale Größe, in der das Shen (der Geist) der Gruppe noch als eine Einheit schwingen kann. So entsteht ein Raummodell, das weit über bloße Landwirtschaft hinausgeht – es ist die Geburtsstunde eines sozialen Selbstregulativs und wenn wir kurz gemeinsam denken: Bis zum Aufkommen der großen Ballungsgebiete war das die Größe eines Dorfes.
Der praktische Witz an der These -
ein Mensch alleine kann sich aufgrund des Arbeitsaufwands nicht mit einem Hektar selbst versorgen und 150 Menschen brauchen keine 150 Hektar - die Synergieeffekte, sofern mit der Natur agiert wird und nicht gegen sie reduzieren die Fläche dramatisch sodass 150 Menschen mit weniger als der Hälfte der errechneten Grundstücksgröße, also 75 Hektar, realistisch und bereits Überfluss orientiert durchkommen.
Das resultierende Siedlungsmodell auf Basis der 75 Hektar für 150 Personen transformiert den Lebensraum daher zusätzlich in ein hochproduktive, energetisches Ökotop, die weit über die Eigennutzung hinaus strahlt. In diesem System wird die Fläche durch Regenerative Landwirtschaft und Permakultur-Design so effizient genutzt, dass nach Abzug des Eigenbedarfs ein 50 %iger Sicherheitsüberschuss zur internen Krisenfestigkeit verbleibt und weitere 50 % Überschuss für das Kollektiv (die Menschen in der Stadt) erwirtschaftet werden.
Das Herzstück bildet ein mehrschichtiger Forest Garden, der Obst, Nüsse und Beeren liefert, Tieren einen artgerechten Lebensraum bietet und über die Wurzeln Synergie- und Verteilungsstrukturen schafft.
Integrierte Aquakultursysteme reinigen die Abwässer, liefern Bau- und Mulchmaterial und Substrat für Pilzkulturen und fungieren gleichzeitig als Nährstoffspeicher für Fische.
In den schattigen Ebenen und spezialisierten Kellern werden Speise- und Heilpilze kultiviert, die nicht nur die Ernährung bereichern, sondern als Myzel-Netzwerk den Boden vernetzen.
Ein geschlossenes, funktionierendes Kompostierungssystem wandelt alle organischen Abfälle der 150 Bewohner und der Landwirtschaft wieder in lebendigen Humus um, wodurch der Kreislauf ohne externe Düngemittel geschlossen bleibt.
Dieser Hub produziert somit nicht nur physische Nahrung sondern fungiert als energetisch und stoffliches Backup für die Stadt.
Er bietet den geschichtet lebenden Stadtbewohnern eine lebensnotwendige Brücke zu echter Vitalität, indem er den Überschuss an Lebenskraft (Ojas) in Form von hochfrequenter Nahrung in die dichten urbanen Zentren exportiert.
Diese Vorstellung ist keine “zurück zur Natur und früher war alles Besser” Blauäugigkeit sondern eine Synergie aus Tradition und Moderne.
Es ist ein systemischer Ansatz, in dem Menschen miteinander mit der Natur ein ökologisches Gefüge bilden um sich von Natur- und Selbstzerstörung zu lösen.
Das ist keine Fiktion, die Möglichkeiten bestehen.
Ein notwendiger kurzer Nachsatz zu dem Kapitel:
Wüsten sind keine statischen Schicksale oder fixe geografische Gegebenheiten, sie sind das Endstadium missbrauchter Erde. Wo heute Sand und Staub herrschen, war einst ein lebendiges Ökosystem. Und wie beim Körper ist Krankheit kein Einbahnstraßen-Szenario: Kaputte Ökosysteme können durch regenerative Methoden in fruchtbare Erde zurückverwandelt werden genauso wie menschliche Heilen können wenn sie bekommen was sie brauchen.
Hübsche Phantasie aber wo ist der Beweis?
Das Löss-Plateau in China: Eine Fläche so groß wie Belgien oder die Niederlande, die durch Raubbau zur Wüste degradiert war, wurde innerhalb von zwei Jahrzehnten in ein grünes Paradies verwandelt.
Filmtip: „Lessons of the Loess Plateau“ von John D. Liu dokumentiert, wie eine staubige Mondlandschaft in China wieder in blühende Gärten verwandelt wurde.
Sekem in Ägypten: Mitten in der lebensfeindlichen Wüste wurde durch biodynamische Landwirtschaft ein blühender Organismus geschaffen, der heute tausende Menschen ernährt.
Wer von Überbevölkerung auf dem Planeten redet hat nichts von Mensch oder Planet begriffen.
Der Planet ist nicht überbevölkert, er ist derzeit nur “falsch bewirtschaftet”.
Sobald man die regenerative Kraft der Natur versteht, verliert das Schreckgespenst der Überbevölkerung seinen Schrecken.
Reaktionen auf die toten Ratten #
Erst 60 Jahre später begannen offizielle Stellen, diesen Zusammenhang zwischen Getreidequalität und psychischer Gesundheit (Neurotransmitter-Synthese) ernsthaft zu erforschen.
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Michael Gershon, 1998 Columbia University
Die Entdeckung der “Darm-Hirn-Achse”
Er veröffentlichte sein bahnbrechendes Werk “The Second Brain”. Er bewies, dass 95 % des Serotonins (unser “Glückshormon”) im Darm produziert werden, nicht im Kopf. Der Zusammenhang zum Goldkeim: Wenn das Getreide durch Weißmehlverarbeitung “tot” ist, fehlen die Vorstufen (wie Tryptophan) und die enzymatische Aktivität, um diese Neurotransmitter zu bilden. Ohne Jing im Darm entsteht kein Shen im Kopf. -
Verschiedene Institute, darunter die World Health Organization und FAO, verstärkt in den 1990er Jahren.
Die Erforschung der Phytinsäure und Mineralstoff-Blockade
Man erkannte offiziell, dass der Mangel an Zink und Magnesium, die durch Phytinsäure in ungekeimtem Getreide blockiert werden, direkt zu Depressionen, ADHS und Aggressivität führt. Das Ergebnis war, dass man 60 Jahre später auf biochemischer Ebene bestätigte, warum die Ratten von McCarrison und Watt wahnsinnig wurden: Ihr Gehirn “verhungerte” an Mikronährstoffen, obwohl der Magen voll mit Stärke war. -
David Barker, ab 1989/1990 University of Southampton
Die Epigenetik und die “Barker-Hypothese”
Er bewies, dass die Ernährung der Mutter (die Qualität ihres Jing) die Gesundheit des Kindes bis ins Erwachsenenalter prägt.
Fehlten essentielle Substanzen im Getreide (wie Folsäure und B-Vitamine aus dem Keimling), stieg das Risiko für psychische Erkrankungen und Stoffwechselstörungen in der nächsten Generation massiv an. Das deckt sich exakt mit Kollaths Beobachtungen an den Ratten der zweiten Generation.
Die Goldkeim Hypothese - Grundlagen der biologischen Erosion #
Bevor wir die Ebenen des körperlichen Verfalls betrachten, müssen wir zwei wesentliche Ursachen verstehen, die diesen Prozess überhaupt erst in Gang setzen. Sie sind defakto das Fundament, auf dem der Teufelskreis der modernen Degeneration fußt:
Faktor 1 #
Die strukturelle Leere (Ballaststoffarmut & kleine Partikelgröße)
Das ist die physikalische Komponente die durch die Feinmahlung (Feinstmehl-Zustand) die natürliche Matrix der Getreide zerstört.
Das daraus resultierende Problem ist, dass dem auch Bauchhirn genannten enterischen Nervensystem (ENS) ohne groben Partikel (Ballastoffe, Schrot) mechanischer Widerstand und Reizung fehlt. Die Darmmotorik erschlafft, und es entsteht ein viskoser „Kleister“, der die lebenswichtige Kommunikation zwischen Nahrung und Darmwand unterbindet. Man kann sich das wie eine verspachtelte Oberfläche vorstellen die eine zusätzliche Barriere für die Aufnahme der Nahrung bildet und gleichzeitig Nährboden für Lebewesen ist, die dort nicht hingehören.
Faktor 2 #
Die enzymatische Taubheit (Mangelnde Verfügbarkeit)
Das ist die biochemische Komponente. Durch Hitzebehandlung (Hitzestabilisierung) oder dem Entfernen des Keimlings wird das Korn aus biologischer Sicht inaktiviert (getötet) um es lagerfähig zu machen. Aus kalorischer Sicht ist das unbedeutend aber aus physiologischer Sicht nicht. In Konsequenz fehlen dem Körper die im Korn eingebauten „Scheren“ (Enzyme), um die komplexen Strukturen (wie Gluten oder Stärke) sauber zu zerlegen. Die Nahrung wird so zu einer schwer zu zerlegender Dauerbelastung die die Verdauung verlangsamt wodurch die durch Faktor 1 ausgelösten Gärprozesse zusätzlich verstärkt werden. Gleichzeitig öffnen die mangels Enzymen schlecht zu Verstoffwechselnden Proteine in Kombination mit Zonolin die Barrierefunktion des Darms. Das System öffnet sich für jene Schadstoffe und Pathogene, die eigentlich draußen bleiben müssten.
Co-Faktoren #
Wenn wir die moderne Ernährung analysieren, stoßen wir auf drei weitere industriell veränderte Grundpfeiler die in ihrer Synergie die bio-elektrische und biochemische Kommunikation unseres Körpers erschweren. Diese sind:
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1. Der raffinierte Zucker: Die Kabel-Korrosion (Die Leitung)
Isolierte Glukose ohne enzymatische Bremse führt zur Glykation (Verzuckerung) von Proteinen und Lipiden. Dies trifft besonders die Myelinscheiden – die Isolierschicht unserer Nervenbahnen. Die Nerven werden brüchig und porös, es entstehen „Lecks“ in der Signalübertragung; die neuronale Kommunikation bekommt einen “Wackelkontakt”. Gleichzeitig flutet die unvollständige Verbrennung der isolierten Energie das Gewebe mit sauren Rückständen, die wie chemischer Ruß das System belasten. -
2. Das raffinierte Salz: Der Signal-Kurzschluss (Die Spannung)
Isoliertes Natriumchlorid ohne seine natürlichen mineralischen Antagonisten zerstört das elektrische Gefälle an der Zellmembran (das Ruhepotenzial). Damit verliert die Zelle ihre Fähigkeit, präzise elektrische Impulse zu senden oder zu empfangen. Es entsteht ein permanentes „Rauschen“ im System, ein osmotischer Dauerstress, der die feine bio-elektrische Steuerung überlagert. Das isolierte (raffinierte) Salz entzieht der Matrix das Wasser, legt die Reinigungs-Enzyme lahm und neutralisiert die elektrische Abstoßung der Gewebestruktur: Wo zuvor negative Ladungen den Raum offen hielten, sorgt der Natrium-Überschuss für einen elektrostatischen Kollaps. So wird der Zustand des Stillstands fixiert. -
3. Der Einsatz von -ziden: Der Krieg im Innen (Das innere Ökosystem)
Herbi-, Pesti- und Fungizide sind ihrem Wesen nach Biozide – Stoffe, die gemacht sind, um Leben zu beenden. In unserem Körper wirken sie leider genauso; als chemische Kampfstoffe gegen die 100 Billionen Einwohner unseres Mikrobioms. Sie unterscheiden nicht zwischen dem „Schädling“ auf dem Feld und den lebensnotwendigen Bakterien und Pilzen in unserem Darm. Zusätzlich blockieren diese Stoffe enzymatische Wege (wie den Shikimat-Weg), die unsere Darmflora zur Herstellung essentieller Aminosäuren und Botenstoffe benötigt.
Die Folge: Das Mikrobiom – unsere innere Alchemie-Abteilung – wird handlungsunfähig. Es entsteht ein biologisches Machtvakuum, in dem sich pathogene Keime ausbreiten können, während die Schutzbarriere der Darmwand (Tight Junctions) chemisch destabilisiert wird. Der „Breitband-Angriff“ macht den Darm zur offenen Flanke für Gifte, die eigentlich nie das Blut, und von dort den gesamten Menschlichen Körper, erreichen hätten dürfen. Das tragische sich wiederholende historische Muster ist: 2008 gilt als das Entdeckungsjahr der Microbioms. Die Erkenntnis war, dass wir nicht nur aus menschlichen Genen bestehen, sondern dass die Gene unserer 100 Billionen Mitbewohner uns maßgeblich steuern, sie sind epigenetischen Schalter unserer Gesundheit (Mikrobiom-Epigenetik-Achse). Zu diesem Zeitpunkt wütete bereits 70 Jahre chemischer Krieg im Innen. -
4. Die chemische Raffination & Desodorierung von Ölen (Das Abisolieren der Nerven)
Durch die Extraktion mit Hexan und die anschließende Hocherhitzung wird das Öl biologisch wertlos. Die Phospholipide (wie Lecithin), das sind genau die Stoffe, die dein Gehirn und deine Nerven als “Isolierschicht” für die Datenkabel (Myelinscheiden) brauchen, werden als „Schleimstoffe“ entfernt. Die Bleichung mit Bleicherde filtriert alle Farbstoffe (Carotinoide, Chlorophyll) aus, das sind die natürlichen Antioxidantien, die das Öl und deinen Körper vor freien Radikalen schützen würden. Zum Abschluss folgt die Desodorierung (Dämpfung). Dabei wird das Öl bei über 240°C mit Wasserdampf behandelt, um den Benzingeruch und ranzige Noten zu entfernen. Bei diesen Temperaturen entstehen unweigerlich krebserregende Trans-Fettsäuren und Glycidyl-Fettsäureester. Trans-Fettsäuren sind keine bloßen „leeren Kalorien“, sondern zelluläre Saboteure. Sie versteifen die Zellmembranen, fördern Entzündungen und sind als Mitverursacher für Arteriosklerose und Krebsprozesse wissenschaftlich belegt. Glycidyl-Fettsäureester entstehen zwingend bei der industriellen Raffination von Pflanzenfetten. Im Körper werden sie zu Glycidol gespalten – eine Substanz, die von der EFSA und anderen Behörden als genotoxisch (erbgutschädigend) und krebserregend eingestuft ist.
Die Folge: Das körpereigene Schmiermittel wird zum toxischen Cocktail. Die „Datenkabel“ des Nervensystems verlieren ihre Isolierung (Lecithin-Raub), während die Membranen durch Trans-Fette starr werden und das Erbgut durch Glycidol unter Dauerbeschuss steht.
Ausdruck der biologischen Erosion #
1. Die strukturelle Signatur (Skelett und Gewebe)
Wenn Kieselsäure, Magnesium und Calcium durch tote Enzyme blockiert bleiben oder ganz fehlen, kann der Körper sie nicht aus der Nahrung lösen, er verliert seine Architektur.
Die Folgen: Verengung der Kieferbögen, Zahnfehlstellungen, sinkende Knochendichte und ein vorzeitiger Kollaps des Bindegewebes (Krampfadern, Brüche). Der Mensch verliert seine elastische Spannkraft. Sogar die filigrane Mechanik des Gehörs erodiert: Wenn die winzigen Gehörknöchelchen demineralisieren und die Stereozilien ihre strukturelle Steifigkeit verlieren, bricht die mechanische Schallübertragung zusammen – ein Grund für die zunehmende Schwerhörigkeit und den Verlust der „inneren Ordnung“ schon in jungen Jahren.
2. Die neuronale Signatur (Nerven und Psyche)
Das Nervensystem benötigt die hochwertigen Lipide und den B-Komplex des Keimlings als Isolierschicht. Ohne dieses Schmiermittel läuft das Gehirn im Trockenlauf.
Die Folgen: Massenphänomene von Angststörungen, chronische Reizbarkeit und eine sinkende Belastbarkeit. Das “dünne Nervenkostüm” ist oft ein zellulär verhungertes Nervensystem.
3. Die metabolische Signatur (Herz und Stoffwechsel)
Ohne regulatorische Spurenelemente wie Chrom und die natürlichen Vitamine der B-Gruppe kann der Körper die massiven Mengen an Stärke nicht mehr sauber verbrennen.
Die Folgen: Kardiovaskuläre Schwäche und ein metabolischer Burnout. Das Herz altert vorzeitig, während der Insulinhaushalt unter der Last der reinen Stärke kollabiert (Diabetes-Explosion).
Der „Staub-Effekt“: Neben der Chemie fehlt uns die Physik. Die industrielle Ultra-Feinmahlung zerstört die natürliche Matrix des Korns. Während grobe Partikel als „Bakterien-Hotels“ unserem Mikrobiom dienen und den Blutzuckerspiegel sanft steuern, wirkt feines Staubmehl wie eine Glukose-Injektion. Es füttert nur unser Blut, lässt aber unsere 100 Billionen Darmbewohner verhungern, die auf grobe Strukturen angewiesen sind, um ihre heilenden Stoffwechselprodukte (Postbiotika) zu produzieren.
4. Die hormonelle Signatur (Vitalität und Fortpflanzung)
Die industrielle Entkeimung entzieht dem Körper die Basis für die biochemische Kommunikation und Regeneration.
Die Folgen: Eine hormonelle Implosion. Der Rückgang der allgemeinen Vitalität, chronische Erschöpfung und eine massive Schwächung der Fortpflanzungskraft (Fertilitätskrise).
5. Die allergene Signatur (Immunologische Identitätskrise)
Wenn die enzymatischen „Scheren“ (Proteasen) fehlen, gelangen komplexe Proteinstrukturen (wie z.B. Gluten) unvollständig zerlegt in den Darm. Diese groben Protein-Fragmente triggern die Ausschüttung von Zonolin, einem Botenstoff, der die Darmwand durchlässig macht (Leaky Gut). Die Folgen: Das Immunsystem wird chronisch mit unlesbaren Proteinen geflutet und gerät gewissermaßen in Dauerpanik. Allergien, Unverträglichkeiten und Autoimmunprozesse sind oft keine Angriffe der Natur auf uns, sondern die verzweifelte Reaktion eines Systems, dem der enzymatische Schlüssel zur Demontage der Fremdeiweiße entzogen wurde.
6. Die onkologische Signatur (Zellordnung und Energiefluss)
Die moderne Onkologie erkennt zunehmend, dass der Energiestoffwechsel bei Krebs eine Schlüsselrolle spielt: Krebszellen gewinnen ihre Energie bevorzugt aus der Vergärung von Glukose. In der Goldkeim-Logik ist dies die letzte Konsequenz einer Nahrung, die zwar mit Stärke (Energie) flutet, aber die notwendigen Enzyme für deren saubere, oxidative Verbrennung entzieht. Ohne die steuernde Information des Keimlings (Jing) und die enzymatische Aktivierung verliert das System seine Ordnung. Die Zelle fällt in ein archaisches Überlebensprogramm zurück: unkontrolliertes Wachstum oder Wachsen um jeden Preis. In dieser Sichtweise ist die Zivilisationskrankheit Krebs das Resultat eines Organismus, der über Generationen hinweg vor vollen Schüsseln verhungert ist und seine biochemische Führung verloren hat.
7. Die Matrix Signatur (nicht der Film sondern Systembiologie nach Pischinger und Heine)
Die moderne Physiologie erkennt im Interstitium (der extrazellulären Matrix) das entscheidende Kommunikationsmedium für die Grundregulation des Organismus. In der Goldkeim-Logik ist dieses “innere Meer” die physikalische Entsprechung des asiatischen Meridiansystems. Der tägliche Einstrom enzymfreier, oxidierter Industrienahrung führt zur Verdickung (Gelotisierung) dieser körpereigenen Kommunikationsstruktur. Der Körper wird gezwungen, metabolische Abfallprodukte im Bindegewebe zwischenzulagern, um die Funktion der Vitalorgane (Herz, Leber, Gehirn, usw.) zu schützen. Das Resultat ist kein bloßes Übergewicht, sondern ein systemischer Kommunikationsstau: Die bio- elektrische Leitfähigkeit bricht zusammen, Entzündungswerte steigen und die Zelle erstickt in ihrer eigenen Umgebung. Der Organismus verliert seine Fähigkeit zur Selbstheilung, da die steuernden Signale im “metabolischen Schlamm” stecken bleiben. Autophagie, der interne Recycling-Prozess der Zelle wird dadurch behindert bis verunmöglicht und damit auch die körperinterne Kommunikation.
8.Das Fundament des Zerfalls – Der Sensomotorische GAU
Während die Punkte 1 bis 7 die sichtbaren Schäden beschreiben, bildet dieser Punkt die unsichtbare Basis: Die Entkoppelung des enterischen Nervensystems (ENS) / Bauchhirn.
Den Darm ist kein passives Rohr, sondern ein hochintelligentes, sensomotorisches Labor. Hoch prozessierte Nahrung wirkt hier wie ein „enzymloser Kleber“ der eine extrem destruktive Kettenreaktion auslöst:
- Mechanische Taubheit: Durch das Fehlen grober Partikel (Struktur) erhält das Bauchhirn keinen mechanischen Arbeitsreiz. Die Peristaltik (Darmbewegung) erschlafft. Der Speisebrei stagniert.
- Die Versiegelung: Es bildet sich ein viskoser Biofilm („Kleister“), der die Darmzotten physisch überzieht. Die Nährstoffaufnahme wird blockiert – der Mensch verhungert vor vollen Schüsseln.
- Die bakterielle Fehlbesiedlung: Dieser unbewegte Kleber dient als idealer Nährboden für pathogene Keime. Es entstehen Gärprozesse und Endotoxine direkt an der sensiblen Grenzfläche.
- Der Barriere-Bruch: Die Kombination aus toxischer Last, schlecht verdauten Proteinen und klebrigem Kontakt triggert die Ausschüttung von Zonolin. Die Schutzschranken (Tight Junctions) öffnen sich.
- Die Flutung der Matrix: Jetzt schließt sich der Kreis zu den Punkten 1–7. Die Gifte fluten unkontrolliert in den Pischinger-Raum (die extrazelluläre Matrix).
- ~ 95% des Serotonins im Körper werden im Darm produziert. Die enterochromaffinen Zellen in der Darmwand benötigen mechanische Reize und eine saubere Umgebung, um dieses „Glückshormon“ auszuschütten. Moderne Nahrung isoliert diese Zellen, die Produktion sinkt. Da Serotonin die Darmmotorik steuert und gleichzeitig im Kopf für innere Ruhe sorgt, führt dieser Mangel zu einer doppelten Belastung - der Darm steht still und im Kopf entstehen Ängste und Schlafstörungen.
- Dopamin (Antrieb & Belohnung) ist unser Motor für Motivation. Das ENS kommuniziert über den Vagusnerv ständig mit den Belohnungszentren im Gehirn. Durch die Entzündungswerte (Faktor 3) und die toxische Flutung der Matrix (Faktor 7) meldet das Bauchhirn permanent „Gefahr“ statt „Nahrung“. Das Gehirn fährt die Dopamin-Rezeptoren herunter (Sicherheitsmodus) was Antriebslosigkeit und eine schleichende Unfähigkeit, Freude zu empfinden – ein zellulär bedingter Burnout - zur Folge hat.
Zusammengefasst führt der mechanische und biochemische GAU (Kleister & Zonolin) unweigerlich zu einer neuro-chemischen Fehlsteuerung, die weit über den Darm hinausstahlt. Der „Hirnschaden“ im Bauch ist aber nicht Ursache sondern Konsequenz: Das enterische Nervensystem leidet unter einer Form von „Neuro-Erosion“. Wenn die Neuroglia im Darm (die Stützzellen der Nerven) durch den toxischen Kleister in Dauerstress geraten, degeneriert die Signalqualität. Man könnte sagen: Die Leitung zum Kopf bekommt einen „Wackelkontakt“. Wir verlieren das sprichwörtliche Bauchgefühl und die intuitive Führung durch unseren eigenen Körper.
zusätzliche regionale Differenzierbarkeit #
Diese industrielle Grund-Erosion und ihre chemischen Verstärker (Zucker & Salz) bilden das universelle Fundament des modernen Verfalls.
Doch auf diesem Fundament zeigt die Natur je nach Kulturkreis ein anderes Gesicht. Da jedes Getreide eine eigene biologische Signatur besitzt, führt seine industrielle Amputation auch zu spezifischen Defiziten. Mit der Veränderung der getreidebasierenden Grundnahrungsmittel wurde für jede Weltregion einen spezifischen Mangel-Signatur erschaffen. Wir betrachten heute nicht eine kranke Menschheit, sondern vier Gruppen, die unter den Konsequenzen ihrer jeweiligen Grundnahrungsmittel-Manipulation leiden. Dabei bilden die zuvor erwähnten acht Signaturen gewissermaßen die gemeinsame Basis, Getreide weisen grundsätzliche Gemeinsamkeiten auf, aber differenzieren auch den Ausdruck durch ihre Unterschiedlichkeit.
Auch wenn alle Getreide zur Familie der Süßgräser gehören ist Reis doch anders als Mais.
1. Die Weizen-Gruppe: Der instabile Mensch #
Dominant in: Europa, Nordamerika, Nahost, China
Durch die Entfernung der Keimlings-Lipide und die Blockade der Mineralstoffe durch tote Enzyme (Phytase-Zerstörung) entstand eine Signatur der neuronalen und skelettalen Erosion:
- Nervliche Labilität: Massenphänomene von Angststörungen und chronischer Reizbarkeit – das „dünne Nervenkostüm“.
- Struktureller Verfall: Verengung der Kieferbögen, Fehlstellungen und sinkende Knochendichte (Osteoperose).
- Das Resultat: Ein Mensch, der zwar satt ist, dessen Nervensystem aber überfordert ist und dessen Skelett brüchig wird.
2. Die Reis-Gruppe: Der erschöpfte Mensch #
Dominant in: Asien, Teile Afrikas
Das Polieren des Reises und der Entzug der regulatorischen Spurenelemente der Kleie führte zu einem metabolischen Burnout:
- Insulin-Kollaps: Die weltweite Diabetes-Explosion. Der Körper erstickt an der reinen Stärke, weil die „Zündhölzer“ für die Verbrennung fehlen.
- Kardiovaskuläre Schwäche: Ein Herz-Kreislauf-System, das ohne seine natürlichen B-Vitamine vorzeitig altert.
- Das Resultat: Ein Mensch, dessen innerer Motor ständig überhitzt.
3. Die Mais-Gruppe: Der auszehrende Mensch #
Dominant in: Mittel- und Südamerika, Afrika
Die industrielle Entkeimung ohne den Schutz der traditionellen Aufbereitung führt zur hormonellen und strukturellen Auszehrung:
- Dermatologische Degeneration: Chronische Hautleiden und der Verlust der schützenden Barrieren.
- Hormonelle Implosion: Ein massiver Rückgang der Vitalität und eine Schwächung der Fortpflanzungskraft.
- Das Resultat: Ein Mensch, der seine „Schutzhülle“ nach außen und seine „Kraftquelle“ im Inneren verliert.
4. Die Hirse & Hafer Gruppe: Der starre Mensch #
Dominant in: Nordeuropa, Russland, Teile Afrikas
Die massive Hitzestabilisierung, die die biologischen Wertigkeit der Kleie unlöslich macht, führt zur immunologischen und strukturellen Erstarrung:
- Bindegewebs-Kollaps: Krampfadern und Brüche als Zeichen fehlender Elastizität (Kieselsäure-Blockade).
- Vorzeitige Sklerose: Eine frühzeitige Verhärtung von Geweben und Gefäßen – der Mensch wird unbeweglich.
- Das Resultat: Ein Mensch, der innerlich „versteinert“, bevor er alt ist.
Die Buchweizen-Kontrollgruppe: Als unbeabsichtigter lebender Gegenbeweis #
Dass diese biologische Erosion kein unausweichliches Schicksal ist, zeigt der Blick nach Osteuropa und Russland, dort ist Buchweizen (kein Süßgras sondern ein Knöterichgewächs) das „lebendige Fossil“ dieser Geschichte. Da er für die industrielle Großmüllerei lange Zeit uninteressant war, entging er der Amputation des Keimlings und der Hitze Behandlung. Er dient uns heute als biologische Kontrollgruppe: Menschen, bei denen dieses unangetastete Korn zum Grundnahrungsmittel gehört, zeigen oft eine robustere neuronale und strukturelle Konstitution als die „Weißmehl-Nationen“. Der Buchweizen beweist: Wer die Software im Korn belässt, schützt seine eigene Hardware, seinen Körper.
Chronologie einer Art die ihr Grundnahrungsmittel verändert #
Generation 1-2 Die Initiation (1840-1900) #
In diesem Zeitraum wurde die biologische Software des Menschen durch drei Veränderungen gleichzeitig gehackt:
1. die Entkeimung, 2. Feinvermahlung und 3. raffinierter Zucker
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ab 1850er: Pellagra (Der geistige Verfall)
Die Ursache: B3-Verlust durch durch die industrielle Entkeimung von Mais (Vernichtung von Niacin).
Die Folge: Die „Drei-D-Krankheit“ (Dermatitis, Diarrhö, Demenz).
Der Körper verliert seine Schutzbarriere zur Außenwelt, seinen Verstand und schließlich das Leben. -
ab 1850er: Karies-Epidemie (Die materielle Fäulnis)
Die Ursache: Matrix-Raub & Zucker-Vampirismus (Weißmehl-Kleister + raffinierter Zucker).
Die Folge: Zucker zieht zur eigenen Verbrennung Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz ab, während das „tote“ Mehl den Nachschub blockiert.
Was Jahrtausende hielt, verfault innerhalb einer Generation. -
ab 1860er: Rachitis (Der strukturelle Einsturz)
Die Ursache: Mechanischer Phytase-Raub durch das Aussieben der Randschichten im Weizen.
Die Folge: Ohne die Enzym-Schere (Phytase) wird das Mehl zum Mineralstoff-Dieb. Die verbleibende Phytinsäure im Weißmehl versiegelt die Calcium-Aufnahme im Darm.
Die Knochen der Kinder werden weich und biegen sich. -
ab 1869: Neurasthenie (Die neuronale Erosion)
Die Ursache: Lipid-Raub durch die Entfernung der Keimöle und Nervenfette.
Die Folge: Die erste Diagnose für „nervöse Erschöpfung“. Ohne die isolierenden Fette (Lecithin/E) aus dem Keimling liegen die Datenkabel des Gehirns blank. -
ab 1870er: Beri-Beri (Der energetische Kurzschluss)
Die Ursache: B1-Raub & Enzym-Stopp durch das Polieren des Reises (Entfernung von Keimling und Kleie).
Die Folge: Sehr, sehr viele Tote in Asien und auf den Weltmeeren.
Generation 3-4 Das Leben auf Verschleiß (1900-1960) #
In diesem Zeitraum wurde der mechanische Raubbau durch den Beall-Degerminator und die flächendeckende Hitzestabilisierung perfektioniert. Da der Körper nun seit zwei Generationen keine „Bau-Informationen“, den Keimling, mehr erhält markiert diese Zeit den Beginn der strukturelle Implosion.
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ab 1910: Die schleichende Herzerosion (Die Vorbereitung des Kollapses)
Die Ursache:Die fatale Synergie aus B1-Mangel durch Entkeimung und der Einführung von raffiniertem Salz (chemisch reines NaCl).
Die Folge: Das Herz arbeitet ohne enzymatische Zündkerzen gegen einen künstlich erhöhten osmotischen Widerstand. Es ist der Beginn einer jahrzehntelangen Kompensationsphase, in der das Herzmuskelgewebe unbemerkt degeneriert. -
ab 1920: Der Karies-Durchmarsch (Der Skelett-Bankrott)
Die Ursache: Die Kombination aus Weißmehl-Kleister und Industriezucker wird zum Standard.
Die Folge: Das Gebiss der Kinder in den Industrienationen kollabiert flächendeckend. Man beginnt, Zahnfäule als „normales Schicksal“ zu akzeptieren.
Die erste große Welle der Zahnprothesen rollt an. -
ab 1920: Die toxische Aufladung (Blei-Benzin)
Die Ursache: Blei flutet die Atemwege, während Schutzfette in der Nahrung fehlen.
Die Folge: Eine unsichtbare Doppelbelastung für das Nervensystem. -
ab 1930: Beginn der pharmakologischen Krücke
Die Ursache: Anstatt die Enzyme in die Nahrung zurückzuholen, erfindet man die Symptombekämpfung.
Die Folge: Die Geburtsstunde der modernen Pharmaindustrie als Lebensnotwendigkeit. Man entwickelt Blutdrucksenker und Schmerzmittel, um die Signale eines an Mangel leidenden Körpers stumm zuschalten. Der Mensch wird zum Dauerkunden der Chemie. -
ab 1940: Die „Anreicherung“ (Das Alibi-Experiment)
Die Ursache: Die Regierungen erkennen den Verfall und beschließen dem toten Mehl einzelne synthetische Vitamine (B1, B2, Vit. A, Eisen) künstlich zuzusetzen.
Die Folge: Ein fataler Irrtum. Man glaubt, man könne das lebendige Orchester des Keimlings durch isolierte Synthetik-Instrumente ersetzen.
Die Erosion wird dadurch nicht gestoppt, sondern nur maskiert. -
ab 1950er: Der „Fett-Mord“ durch Ancelm Keys
Die Ursache: Die Seven Countries Study stigmatisiert Nahrungsfette fälschlich aber erfolgreich als Herzmörder.
Die Folge: Kollektive Angst vor Fett. Die ohnehin fehlenden Keimöle werden nun auch nicht mehr durch andere gesunde Fette ersetzt. Die Nerven liegen endgültig blank. -
ab 1950er: Die Herzinfarkt-Epidemie (Der sichtbare Zusammenbruch)
Die Folge: Drei Generationen Nährstoffraub treffen auf den zunehmenden Stress der Nachkriegszeit.
Folge: Das System kann nicht mehr kompensieren. Der plötzliche Herztod wird zur Todesursache Nr. 1. Anstatt den 40-jährigen Vorlauf (Salz/Entkeimung) zu sehen, wird Fett zum Sündenbock erklärt. -
ab 1950er: Der metabolische Burnout (Diabetes-Welle)
Die Ursache: Durch die Walzenmühlen ist die Stärke im Mehl so fein aufgeschlossen, dass sie fast wie reiner Zucker wirkt.
Industrieller Zuckerkonsum selbst nimmt zu um den Geschmacksverlust durch Fettmangel zu ersetzen. Innerhalb von nur 20 Jahren nach Keys’ „Erkenntnissen“ verdoppelte bis verdreifachte sich der Einsatz von Maissirup (HFCS) und Haushaltszucker in industriell verarbeiteten Lebensmitteln.
Die Folge: Die Bauchspeicheldrüse wird durch die „Mehl-Zucker-Peitsche“ im Dauereinsatz verschlissen.
Typ-2-Diabetes beginnt seinen Siegeszug durch die Mittelschicht.
Die Strategie der Generation 3–4: Deckeln statt Heilen
In dieser Phase verfestigt sich ein gefährliches Denkmuster:
Der Akzeptanz-Fehler: Man hält Karies, Herzschwäche, Diabetes und frühen Verschleiß für „natürliche Alterserscheinungen“ oder „genetisches Pech“, obwohl es die logische Konsequenz für 100 Jahre totes Getreide ist.
Die chemische Überlagerung: Da die Nahrung keine Enzyme mehr liefert, versucht man, die Stoffwechselprozesse durch synthetische Moleküle zu erzwingen. Der Körper wird von einem biologischen System zu einem chemischen Testgelände.
Fazit: In der Generation 3–4 haben wir verlernt, was echte Gesundheit ist. Wir haben angefangen, das „Überleben mit Krücken“ als Normalzustand zu definieren. Die Hardware war bereits so instabil, dass man sie nur noch mit künstlichen Co-Faktoren und Chemie zusammenhalten konnte. Kriegswirtschaft und Hungersnöte boten paradoxerweise kurze Jing-Pausen vom industriellen Überfluss, doch die chemische Überlagerung begann: Der Mensch wurde vom biologischen System zum chemischen Testgelände.
Generation 5-6 (1960-2026) #
In diesem Zeitraum ist das menschliche System am kollabieren. Es fehlen nicht mehr nur Vitamine; es fehlt die biologische Integrität. Wir sind die erste Ära, in der die Hardware-Schäden der Vorfahren (seit 1840) voll durchschlagen und auf eine feindliche Umwelt treffen.
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ab 1960: Die Allergie-Explosion (Der Verlust der Identität)
Die Ursache: Ein Darm ohne enzymatische Schutzfilme trifft auf Biozide und Antibiotika. Die Kommunikation zwischen Nahrung und Immunsystem bricht ab.
Die Folge: Das System verlernt die Unterscheidung zwischen „Freund“ und „Feind“. Es erkennt das denaturierte Gluten-Chaos als Angreifer. Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis sind weniger Krankheit sondern verzweifelter Alarm eines Körpers, der seine Umwelt nicht mehr verarbeiten kann. -
ab 1980: Die psychische Erosion (Der neuronale Kurzschluss)
Die Ursache: Der totale Entzug der Keim-Lipide (Nervenfette). Die „Isolierschicht“ unserer Datenkabel wird seit Generationen nicht mehr erneuert.
Die Folge: Die Gehirne laufen heiß. ADHS und Depressionen sind das Resultat einer nervlichen Hardware, die „blank liegt“. Ohne die dämpfende und isolierende Kraft der Keimlings-Öle kippt die Chemie im Kopf. Wir therapieren einen strukturellen Burnout mit Psychopharmaka, während die biologische Hardware buchstäblich durchbrennt. -
ab 2000: Der Fertilitäts-Kollaps (Die Biologische Notbremse)
Die Ursache: Die epigenetische Kapitulation. Der Körper erkennt, dass die Informationstiefe nicht mehr ausreicht, um eine fehlerfreie Kopie des Lebens zu bauen.
Die Folge: Biologischer Stopp. Unfruchtbarkeit ist kein Defekt sondern Schutzfunktion. Der menschliche Körper weigert sich, Leben in eine Welt zu setzen, für die er kein hochwertiges Baumaterial mehr findet. Die Spermienqualität sinkt nicht wegen „Stress“, sondern wegen Informationsmangel. -
Die Gegenwart: Der Multisystem-Totalschaden
Die Ursache: 180 Jahre kumulierte Erosion kulminieren in einer Generation, die mit brüchigen Bauplänen geboren wird.
Die Folge: Wir leiden nicht mehr an einer Krankheit, sondern an einem Syndrom aus Entzündungen, Leid und Schmerz.
Die medizinische Maschinerie verwaltet den Ruin und hält uns künstlich am Leben, während die biologische Substanz gegen Null sinkt.
Die Endstation: Das „Neue Normal“ der Erschöpfung
In dieser letzten Phase hat sich die Wahrnehmung komplett verschoben:
Die Kapitulation vor der Biologie: Wir akzeptieren, dass 30-Jährige „ausgebrannt“ sind, 40-Jährige Blutdrucktabletten schlucken und Kinder keine Zähne mehr im Mund haben. Wir nennen es „Zivilisationskrankheiten“, doch es ist schlicht verhungerte Hardware. Hier schließt sich der Kreis. Die 20 Vitaminpillen der Generation 4-6 haben versagt, weil sie keine Information (Enzyme) tragen. Unsere Körper braucht keine isolierten Stoffe, sie brauchen die Rückkehr zur Ordnung.
Wir stehen heute vor der Wahl: Entweder wir akzeptieren den schleichenden Exitus unserer biologischen Linie, oder wir geben unseren Körpern wieder das, was ihm seit 1840 entzogen wurde.
Goldkeim ist kein neues Superfood sondern Notwendigkeit. Goldkeim ist das mit Abstand günstigste, einfachste und vorhandene Rettungsboot für eine Spezies die untergeht.
Wir haben die Grundnahrungsmittel ihrer biologischen Intelligenz beraubt und es so verändert, dass es zwar den Magen füllt, aber die biochemische Kommunikation zwischen Nahrung und Körper unterbricht.
Wir, die Spezies Mensch, verhungert vor vollen Schüsseln und nennen die daraus resultierenden Konsequenzen „Zivilisationskrankheiten“
Dabei liegt ein Teil der Lösung bereits im Wort “Zivilisationskrankheiten” selbst.
Das Wort Krankheit wird etymologisch auf das mittelhochdeutsche Wort “gebrechen, es fehlt” zurückgeführt dessen Ausgangsbedeutung offenbar “es bricht ab von, es geht ab von, es fehlt” ist. Das hauptwörtlich gebrauchte Verb ist “Gebrechen” welches das mhd. “gebreche” (Mangel, Beschwerde, Krankheit) verdrängt. Im Laufe der Zeit setzt sich die übertragene Bedeutung “Krankheit” als einzige durch.
Diese Definition bringt Licht in die allgegenwärtigen Worte “Zivilisations- und Wohlstanderkrankung”:
Es fehlt an Beidem.
Gesundheit #
Da der Begriff Gesundheit wird mehr oder weniger vorsätzlich unterschiedlich verwendet wird die Definition von Gesundheit.
Am 22. Juli 1946 wurde Gesundheit in der Verfassung der Weltgesundheitsbehörde (WHO) als:
“ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen” definiert.
Als einzige Gesundheitsdefinition wird sie annähernd weltweit (191 von 192 UN Staaten) akzeptiert.
Diese Definition besagt, dass Gesundheit körperliches und geistiges und soziales Wohlergehen beinhaltet.
Nicht “oder” sondern “und”; Alle drei Bereiche sind wichtig!
Sinnvollerweise ist diese Definition noch auf ein intaktes Ökosystem zu erweitern weil was nützt Gesundheit wenn kein Planet zum Bewohnen vorhanden ist?!
Dieser Definition nach sind wir also alle mehr oder weniger schwer krank.
Und so ist es ja auch, das braucht niemanden peinlich zu sein.
Die gute Nachricht zum Schluss #
Da es sich um einen Mangel durch Entfernung und / oder Blockade handelt, ist die Lösung wirklich einfach umkehrbar.
Sobald das „Lebendige“ (die Goldkeim-Synergie) wieder Teil der täglichen Nahrung wird, zeigt der Körper eine erstaunliche Fähigkeit zur Rückbesinnung auf seine ursprüngliche Bauanleitung. So gut es ihm halt möglich ist. Der menschliche Körper ist ein unglaublich wundervolles Vehikel.
Gib ihm die Chance!
Damit sollte das Problem und dessen Herkunft offensichtlich sein und nun zur Lösung.